Nun singen sie wieder

Meine chronologische Wanderung durch die Werke von Max Frisch geht weiter. Mit "Nun singen sie wieder" haben wir das Ende des 2. Weltkrieges erreicht. Und auch im Buch die Handlung geht von dem Krieg. Das Stück fängt mit dem Erschiessen von einer Gruppe Geiseln (21 Menschen insgesamt), das mekrwürdige and dieser Erschießung ist das Benehmen der Geiseln - sie alle singen bis zu ihrem Tod. Am Erschießen nehmen 2 Menschen an (die, wie man vorstellen kann, zu den Nazis gehören) - Karl und Herbert, sein Chef. Für Herbert das Erschießen ist nichts besonders, und auch das ist kein Wunder, da er nur befehlt und nicht tut, der Karl kann aber das nicht so leicht vergessen. Und wenn Herbert ihm noch befehlt den Pope zu erschießen, der das Grab für die Geiseln gegraben hat, da ist es ihm genug. So verläßt Karl die Armee un kommt in sein Dorf zurück, wo sein Vater versucht ihm zu erklären, daß er zu den Nazis rückkehren muß. Da er darauf nicht bereit ist, so hängt Karl sich einfach auf. Der Pope wird natürlich auch erschossen, ebenso wie der Vater Karls, den Herbert, sein ehemaliger bester Schüler erschiessen befehlt. Am Ende bleiben die Gestorbenen zusammen, und auch die noch Lebenden zusammen. Die Lebenden glauben, daß die Verlüßte und Tode nicht sinnlos waren, die Toten wissen natürlich, daß alles sinnlos war und das noch viel Mist in ihren Namen getan wird. Und am Ende behauptet einer der toten, daß alles sinnlos ist. Nur die Liebe ist schön, weil die Liebe als einzige selber weiß, daß sie sinnlos ist. Tragisch und schön.
2006-10-03
8.0
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